Museen
Archäologisches Museum auf LefkasModern gestaltetes Museum im Kulturzentrum von Léfkas, in dem auch wechselnde Ausstellungen stattfinden. Das Museum zeigt Funde von archäologischen Ausgrabungen auf der Insel. Viele sind museumspädagogisch gut erklärt.Die erste Vitrine gleich neben der Kasse ist der antiken Musik gewidmet. Aus Kindergräbern des 5. Jhs. v. Chr. stammen vier bewegliche Terrakottapuppen in Saal C. Dort sind auch steinerne Urnen und Grabdenkmäler zu sehen; ein kleiner Teil eines antiken Friedhofs wurde rekonstruiert. Saal D ist dem deutschen Archäologen Wilhelm Dörpfeld und seinen Funden gewidmet. Di-So 8.30-15 Uhr, Eintritt 2 Euro, Lefkáda, Odós Ang. Sikelianoú/Odós N. Svorónou (am nördlichen Ende der Uferstraße)Phonografisches MuseumAlte Radios, Plattenspieler und Schallplatten. Für die Vergangenheit der Insel aufschlussreicher sind alte Fotos und Gemälde. Juni-Sept. tgl. 9-13 u. 18-23 Uhr, Eintritt frei, Lefkáda, Odós Kagáni 30Das Folkloremuseum von LefkasBefindet sich in der Nähe der Agios-Spyridon-Kirche in der Hauptstadt von Lefkas; das Folkloremuseum wurde von der musikalischen Vereinigung der Insel, genannt „Orpheus“ gegründet und stellt eine Sammlung von alten Fotografien, Karten, Puppen, traditionellen Kostümen, handgewebte Stücke und Modelle einer Windmühle sowie eine traditionelle Olivenpresse aus. Ein Raum des Museums wurde zu einem traditionellen Raum von Lefkas, mit Utensilien des täglichen Bedarfs, umgestaltet.
Historie
Lefkas:Lefkas ist schon seit prähistorischer Zeit besiedelt. Sie liegt nordwestlich der Halbinsel Peloponnes (Morea) und nördlich der Insel Kefalonia im ionischen Meer und gehört heute zu Griechenland.Im Mittelalter war Lefkas zunächst ein Flottenstützpunkt und gehörte zum byzantinischen Reich. Der italienische Name Santa Maura leitet sich vom gleichnamigen mittelalterlichen Kastell der gleichnamigen Inselhauptstadt Lefkas ab, das hier von der italienischen Herrscherfamilie Tocco errichtet wurde.Die Türken hielten die Insel, als einzige der Ionischen Inseln, längere Zeit besetzt und zwar von 1479 bis 1502 und von 1504 bis 1684 und nochmals kurzzeitig von 1715 bis 1716. Die Insel wurde durch eine Gegenoffensive von Feldmarschall Johann Matthias von der Schulenburg, der kurz zuvor die türkische Belagerung von Korfu aufgehoben hatte, 1716 für die Republik Venedig zurückerobert, die es seit 1684 und endlich bis 1797 in Besitz hatte. Anschließend gehört die Insel zu der Republik der Ionischen Inseln. 1864 wurde Lefkas mit dem Königreich Griechenland vereinigt.Eine erste moderne Beschreibung der Insel lieferte Erzherzog Ludwig Salvator.Epirus:Nach der griechischen Mythologie wurde das Königreich Epirus vom trojanischen Prinzen Helenos gegründet, der wie der Vorvater Roms, Aeneas, den Fall Trojas überlebt hatte.Im antiken Griechenland spielte Epirus nur eine untergeordnete Rolle. Die griechischen Stadtstaaten (Poleis) gründeten eine Reihe von Kolonien, die als Schutzhäfen für die Seeroute nach Italien und Sizilien dienten. Die bedeutendste dieser Städte war die korinthische Kolonie Ambracia.Im Altertum lebten neben Griechen in den Kolonialstädten im Inneren und im Norden des Landes vor allem illyrische Stämme. Der wichtigste Volksstamm im antiken Epirus war in den zentralen Regionen die Molosser, welche noch zu Herodots Zeiten als Barbaren galten und erst hundert Jahre später zu den Olympischen Spielen zugelassen wurden. Sie bildeten später den Kern des epirotischen Bundes.In der darauffolgenden Geschichte kam Epirus abwechselnd unter fremde Herrschaft (Rom, Byzant, Türken, Albanien, Venedig) bis es dann in den Balkankriegen zu Griechenland zugehörig wurde.
Kulinarisches
Spezialitäten sind z.B. Thymianhonig aus der Umgebung von Athani, Pastelli (Sesam-Honig-Stängel) und Mandolata (eine Art Nougat), Soumada (Ein Erfrischungsgetränk aus Bittermandeln), Öl aus uralten Olivenhainen, Linsen aus Englouvi, Salami und Wurstwaren, Fischrogen mit Wachsüberzug aus dem Laichplatz in der Lagune. Aber auf keinen Fall vergessen darf man die vorzüglichen Weine, seien es die Rot- oder Weissweine.