KORSIKA

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Feiertage


In Frankreich - und auf Korsika - gelten folgende Feiertage:
1. Januar (Neujahr); Ostermontag; 1. Mai (Tag der Arbeit); 8 Mai (Waffenstillstand 2. Weltkrieg); Christi Himmelfahrt; Pfingstmontag; 14. Juli (Nationalfeiertag); 15. August (Maria Himmelfahrt); 1. November Allerheiligen; 11. November (Waffenstillstand 1. Weltkrieg); 25. Dezember (Weihnachten).

Die beste Reisezeit


Die schönste Reisezeit für Korsika ist eindeutig der Frühling von März bis Juni. Die Temperaturen sind schon sommerlich warm, aber nicht zu heiß zum Laufen. Unter den schneebedeckten Gipfeln gleicht die Landschaft dann einem duftenden Blütenmeer. Die Kräuter der Macchia verströmen ein unvergesslich würziges Aroma, das oft weit bis aufs offene Meer hinausgetragen wird. Ein sinnlich-betörendes Dufterlebnis - und eine wahre Augenweide.



Der GR 20


"Le Sentier de Grande Randonnée" verläuft von Calenzana im Nordwesten bis nach Conca im Südosten Korsikas, und führt durch eine wilde Hochgebirgslandschaft, vorbei an den höchsten Bergen Korsikas. Für die Bewältigung der Strecke benötigt man mindestens 14 Tage, die Strecke ist 220 km lang, entspricht in etwa einer Gehzeit von 90 - 100 Stunden (kann auch in Teilstrecken begangen werden).

Insgesamt werden 10.000 m im Aufstieg und 9.200 m im Abstieg überwunden. Der Weg ist leicht an der weiß-roten Markierung zu erkennen, die verschiedenen Varianten des GR20 sowie die Abzweigungen sind orange markiert. In den zahlreichen, im Gebirge verstreuten Schutzhütten kann man Pausen einlegen, um sich jedoch Proviant zu besorgen, muss man in die Ortschaften in die Täler absteigen.

Die Fernwanderroute liegt größtenteils auf über 2000 m Höhe und kann nur von Ende Juni/Mitte Juli bis Ende Oktober begangen werden (während der übrigen Monate meist schneebedeckt). Für diese sehr anspruchsvolle Wanderung sollte man über Erfahrungen im Hochgebirgswandern verfügen, gute Ausdauer und ein guter Gesundheitszustand sind ebenfalls Voraussetzung.
Eine wetterfeste Wanderausrüstung, gute Wanderschuhe und Proviant für ca. 2 Tage sollte man dabei haben.

Infos:
Strecke: von Calenzana (N) bis Conca (S)
Länge: 173 Kilometer
Dauer: 15 Tagesetappen à 5-8 Stunden (reine Gehzeit)
Charakter: Hochgebirgswanderung, nur für erfahrende Wanderer
Wanderzeit: von Mitte Juni bis Ende Oktober

Transferbus Calvi - Calenzana:
Dieser wird von privaten Busunternehmen organisiert, die genauen Buszeiten und -daten werden jedoch erst im April bekanntgegeben.
Corse Voyages: 04 95 65 00 47
Beaux Voyages: 04 95 65 15 02

1. ETAPPE: Calenzana - Ortu di u Piobbu
max. Höhe: 1550 m
min. Höhe: 275 m
Aufstieg: 1295 m
Abstieg: 50 m
Dauer: Nord-Süd ca. 6h30, Süd-Nord ca. 05h00

2. ETAPPE: Ortu di u Piobbu - Carozzu
max. Höhe: 2020 m
min. Höhe: 1270 m
Aufstieg: 667 m
Abstieg: 917 m
Dauer: Nord-Süd ca. 7h00, Süd-Nord ca. 5h00

3. ETAPPE: Carozzu - Ascu Stagnu
max. Höhe: 2010 m
min. Höhe: 1220 m
Aufstieg: 790 m
Abstieg: 638 m
Dauer: Nord-Süd ca. 6h10, Süd-Nord ca. 4h45

4. ETAPPE: Ascu Stagnu - Tighjettu
max. Höhe: 2183 m
min. Höhe: 1422 m
Aufstieg: 999 m
Abstieg: 738 m
Dauer: Nord-Süd ca. 6h00, Süd-Nord ca. 6h00

5. ETAPPE: Tighjettu - Ciottulu di i Mori
max. Höhe: 1991 m
min. Höhe: 1384 m
Aufstieg: 607 m
Abstieg: 78 m
Dauer: Nord-Süd ca. 4h00, Süd-Nord ca. 4h00

6. ETAPPE: Ciottulu di i Mori - Manganu
max. Höhe: 1991 m
min. Höhe: 1332 m
Aufstieg: 643 m
Abstieg: 1033 m
Dauer: Nord-Süd ca. 8h00, Süd-Nord ca. 8h00

7. ETAPPE: Manganu - Petra Piana
max. Höhe: 2225 m
min. Höhe: 1061 m
Aufstieg: 830 m
Abstieg: 589 m
Dauer: Nord-Süd ca. 6h30, Süd-Nord ca. 6h00

8. ETAPPE: Petra Piana - L'Onda
max. Höhe: 1842 m
min. Höhe: 940 m
Aufstieg: 490 m
Abstieg: 902 m
Dauer: Nord-Süd ca. 4h50, Süd-Nord ca. 5h15

9. ETAPPE: L'Onda - Vizzavona
max. Höhe: 2141 m
min. Höhe: 920 m
Aufstieg: 711 m
Abstieg: 1221 m
Dauer: Nord-Süd ca. 6h05, Süd-Nord ca. 6h40

10. ETAPPE: Vizzavona - E Capannelle
max. Höhe: 1640 m
min. Höhe: 920 m
Aufstieg: 890 m
Abstieg: 224 m
Dauer: Nord-Süd ca. 5h15, Süd-Nord ca. 4h50

11. ETAPPE: E Capannelle - Prati
max. Höhe: 1840 m
min. Höhe: 1289 m
Aufstieg: 642 m
Abstieg: 408 m
Dauer: Nord-Süd ca. 6h10, Süd-Nord ca. 6h00

12. ETAPPE: Prati - Usciolu
max. Höhe: 2041 m
min. Höhe: 1525 m
Aufstieg: 677 m
Abstieg: 747 m
Dauer: Nord-Süd ca. 5h45, Süd-Nord ca. 6h30

13. ETAPPE: Usciolu - Asinau
max. Höhe: 2134 m
min. Höhe: 1450 m
Aufstieg: 845 m
Abstieg: 1065 m
Dauer: Nord-Süd ca. 8h00, Süd-Nord ca. 8h30

14. ETAPPE: Asinau - Paliri
max. Höhe: 1536 m
min. Höhe: 1000 m
Aufstieg: 429 m
Abstieg: 910 m
Dauer: Nord-Süd ca. 7h00, Süd-Nord ca. 7h20

15. ETAPPE: Paliri - Conca
max. Höhe: 1055 m
min. Höhe: 252 m
Aufstieg: 160 m
Abstieg: 926 m
Dauer: Nord-Süd ca. 5h00, Süd-Nord ca. 6h15


Reiseliteratur


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Tourismus


30.000 Hotelbetten

Fläche in km²


8.722

Hauptstadt/-ort


Ajaccio

Bevölkerung


290.000

Höchste Erhebung


Der höchste Berg ist der 2.710 m hohe Monte Cinto.

Beschreibung


Korsika ist eines der letzten Naturparadiese des Mittelmeeres. Auf 8.700 km² Fläche bietet die Insel der Schönheit kontrastreiche Landschaften, wie man es von einer Mittelmeerinsel kaum erwarten würde. Vom hochalpinem Landesinneren bis zu fast karibisch anmutenden Stränden und bizarren Felsenküsten finden sich vegetationsreiche Landstriche mit einem ganz eigenen Flair. Korsika gilt als absolutes Wander- und Bergsteigerparadies. Von Bergtouren die selbst geübte Alpinisten fordern bis zum gemütlichen Genusswandern ist in Korsika alles möglich.

Strand und Meer


Korsika lockt seine Touristen aus dem klimatisch weniger verwöhnten Mitteleuropa durch Sonne und herrliche Strände an.
Korsikas Strände nehmen rund 300 der 1000 km langen Küste ein. Manche liegen winzig klein an steilen Felsbuchten, manche sind nur mit dem Boot zu erreichen, aber die meisten befinden sich an leicht zugänglichen Stellen. Im Nordwesten beginnt die Kette der Strände bei Saint-Florent, einige der schönsten überhaupt liegen weitab der Straße im Désert des Agriates. Von der Ostricconi-Mündung über Ile-Rousse bis Calvi reiht sich eine herrliche Sandbucht an die andere. Südlich von Calvi beginnt die Steilküste mit kleinen Stränden, meist an tief eingeschnittenen Flussmündungen – so bei Galéria und an der Bucht von Porto. Nördlich von Cargèse werden die Buchten weiter. Sandstrand um Sandstrand findet sich dort und vom Golf de Sagone über den Golf d’Ajaccio bis zum Golf de Valinco, jeder mit eigenem Charakter vor imposanter Landschaft.

Im Süden liegen Sandstrände bei Tizzano und östlich von Bonifacio, dazwischen bieten flache Felsen und Steinstrände Zugang zum Meer. Fast tropisch schön sind die von Dünen umrandeten, feinsandigen Buchten um Porto-Vecchio im Südosten, an der Côtes de Nacres sind die Strände in rote Felsen eingelagert, und von Solenzara bis kurz vor Bastia erstrecken sich fast ohne Unterbrechung die langen Sandstrände des Ostens.

Am Cap Corse werden die Sandstrände rar. Sie finden sich nur an der Ostküste und an der äußersten Nordspitze, es überwiegen Geröll- und grobe Kiesstrände. In der Gegend von Nonza sind sie schwarz, am imposantesten ist der lange Strand tief unterhalb des Ortes.

Die Wasserqualität im Meer ist ausgezeichnet, im Hochsommer allerdings mancherorts strapaziert, wobei nur im Golf de Valinco Beeinträchtigungen gemessen wurden.

Baden ist auf Korsika nicht nur im Meer möglich, sondern auch in den vielen Flüssen. Vor allem die Wanderer machen von diesem "Angebot" Gebrauch.

Tierwelt


Mufflon = muvrone: Korsisches Nationaltier, endemisch auf Korsika und Sardinien, lebt in kleinen Rudeln in Reservaten bei Asco und im Foret de Bavella, heutiger Bestand 500 bis 800 Tiere (Wiedereinbürgerung dieses Wildschafes und seit 1956 unter totalem Schutz), Muvrone sind kastanienbraun, mit hellen Flecken (über dem gesamten Körper verteilt) und gelten als Nachfahren des europäischen Hausschafes.

Zahlreiche Wildschweine: 30.000 an der Zahl, oft Kreuzungen mit den frei herumlaufenden Hausschweinen, begehrtes Jagdobjekt (aufgrund des schmackhaften Fleisches).

Bartgeier = Lämmergeier: Aasfresser, Flügelspannweite von fast 3 Metern. Er hat eine trickreiche Methode an das Mark der Knochen zu gelangen: er steigt mit dem Knochen weit hinauf, lässt ihn auf Felsspitzen fallen, so daß diese zerschellen. Er baut sein Nest in Felsnischen und auf Felsvorsprüngen.

Steinadler, Königsadler, Fischadler, Wanderfalke und korsische Möwe.

Kosenkleiber = Kappenkleiber: nur auf Korsika heimisch, läuft mit dem Kopf nach unten von Nadelbäumen.

Weiß- und Schwarzstörche, Kraniche, Gänse, Rothühner, Raben, der Specht, die Zwergohreule, der Buchfink und der Stieglitz lassen sich ebenfalls auf der Insel finden.

Schildkröten: Land,- Meeres- und Sumpfschildkröten.

Zahlreiche Schmetterlinge.

Pflanzenwelt


Es ist oft zu lesen, dass es kein schöneres Fleckchen
Erde gibt, als Korsika zur Frühlingszeit. Manch Einer wird dies vielleicht für etwas übertrieben halten - die artenreiche Flora und Fauna sprechen jedenfalls dafür.
Zahlreiche Tiere und Pflanzen sind endemisch, das heißt, sie kommen nur auf Korsika vor - nicht zuletzt deshalb ist ein Drittel der Insel als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Aufgrund der Lage und der günstigen klimatischen Bedingungen herrscht üppige Vegetation.
3/4 der Inselfläche ist mit Macchia (gedeiht in den feuchteren und gebirgigen Küstengebieten - Entstehung durch "wilde" Tiere, wie Rinder, Schafe und Ziegen, aber auch durch menschliche Einwirkung, wie ständige Holzentnahme, Nachlässigkeit und daraus resultierende Waldbrände) bedeckt.

Macchia = Maquis (franz.)
Wild wuchernde Gebüschsformation, bestehend aus niedrigen Bäumen und Sträuchern, meist immergrünen, kleinen Blättern. Der Duft der Macchia stammt von ätherischen Ölen folgender blühender Sträucher: Ginster, Myrte, Oleander, Erdbeerbaum, Weißdorn, Baumheide, Thymian, Rosmarin, wilder Fenchel, Zistrose, Knoblauch, Mastixstrauch, Lavendel, Heckenrose, Wacholder und Affodill.
Insgesamt 2000 verschiedene Pflanzenarten auf Korsika, davon etwa 80 endemisch (d.h. sie sind nur auf der Insel beheimatet), 55 Arten gehören zum korsisch-sardinischen, 17 zum tyrrhenischen Raum. Über 100 Mittelmeerpflanzen, die auf Korsika gedeihen, fehlen im übrigen Frankreich.
Geheimtipp - Korsika für Orchideenfreunde - viele selten gemähte Wiesen stellen ideale Standorte für ein üppiges Orchideenwachstum dar.

Beschreibung Klima


Im westlichen Mittelmeer sind die Sommer warm und regenarm, die Winter mild und relativ regenreich. Die Jahresdurchschnittstemperatur auf Korsika schwankt um 16 °C, im Mittel liegt sie im Januar bei 9 °C und im August bei 24 °C. Im Hochsommer sind Temperaturen an der Küste zur Mittagszeit von über 30 °C die Regel, die Wassertemperatur steigt dann auf 25 °C an. Im Winter sinken die Wassertemperaturen kaum unter 10 °C - so ist Baden in der Regel vom späten Frühling bis zum frühen Herbst möglich. Das "Gebirge im Mittelmeer" weist drei Klimazonen auf. die eigentliche mediterrane Klimazone endet bei 500 m Höhe. Oberhalb schließt sich eine mediterrane Übergangszone bis 1000 m Höhe an, die im Sommer bis über 1500 m Höhe reicht und oberhalb durch die alpine Klimazone abgelöst wird.

Der Wind bläst auf Korsika aus 7 Hauptrichtungen. Der Sirocco weht aus dem Südosten aus der Sahara und bringt außer drückender Hitze auch roten Wüstensand mit. Das Gegenstück zum Sirocco ist der Maestrale ( französisch "Mistral") er kommt von Nordwest aus dem französischen Zentralmassiv und dem Rhônetal und hat meistens Wellen im Gepäck, die ihre Wucht an der Westküste entladen. Das geschieht statistisch gesehen an ca 36 Tagen im Jahr. Tramontane heißt der Wind, der aus dem Norden kommt. Wie der Name schon sagt, kommt er aus den Bergen und bringt trockene Kaltluft mit. Aus Nordost kommt der Grecale der im Winter Regen aus dem Appenin. Weht er direkt aus dem Osten nennt man ihn Levante (nach dem Sonnenaufgang). Analog dazu heißt sein Gegenüber aus der Richtung des Sonnenunterganges Ponente. Aus dem Südwesten von Gibraltar her bläst der Libeccio. Der im Winter für Niederschlag an der Westküste sorgt.

Klimatabelle


  Durchschnittstemperatur max in °CDurchschnittstemperatur min in °CSonnenscheindauer in Std. pro Tagdurchschnittliche Wassertemperatur
Januar135412
Februar145613
März157714
April168714
Mai2212917
Juni25151021
Juli28181123
August2818926
September2516822
Oktober2212620
November168418
Dezember155414

Das aktuelle Wetter


Historie


Frühgeschichte:
Die ältesten Baudenkmäler Korsikas sind Dolmen und Menhire aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. Zentrum dieser Megalithkultur ist der Südwesten. Mehrere bedeutende Menhirsammlungen wurden im Tizzano-Tal und am Caouria-Gipfel in der Nähe des berühmten großen Dolmen von Fontenaccia festgestellt. Um 3500 - 1600 v. Chr. entstanden die Menhirstandbilder. Ursprünglich grob gehauene Steine erhalten menschenähnliche Formen und später kriegerische Merkmale. Zu einer anderen Inselkultur gehören die "Torrier" die um 1600 - 1800 v. Chr. im Südosten Korsikas Fuß fassten und sich nach Norden hin ausbreiteten. Die Torrier waren Hausbauer, ihr Name ist abgeleitet von den massiven Rundbauten mit Kuppeln, die Torri genannt wurden. Sie haben eine gewisse Ähnlichkeit mit den Nuraghen auf Sardinien. Die Stadt Torre wird nach ihnen benannt. Andere Hinterlassenschaften im Satenais, Tavaro-Tal, im Nebbio und in der Balagne.

Griechen und Römer:
Um 560 v. Chr. gründen die Griechen an der Ostküste die Stadt Alalia, das spätere Aleria. Trotz der Konkurrenz der Etrusker und Karthager und der militärischen Beherrschung durch Karthago (278-259 v. Chr.) konnten sie ihre Handelsvorherrschaft bis zur Eroberung durch Rom (259 v. Chr.) erhalten. In der Folge beherrschten die Römer die ganze Insel, was in dem Bau von zahlreichen Städten und Häfen seinen Ausdruck fand.

Das Mittelalter:
Um 450: Invasion der Vandalen, gefolgt von einem kurzen Einfall der Ostgoten. 758: Korsika gelangt in päpstlichen Besitz. 8. bis 10. Jh.: Raubzüge und Invasionen der Araber.

Der Mohrenkopf:
Der markante Mohrenkopf ist das Symbol der korsischen Flagge und des korsischen Widerstandes und erinnert an die Vertreibung der Sarazenen des 11. Jh.

Korsika unter Genua:
1133 Papst Innozenz II. entscheidet im Konflikt zwischen den beiden Stadtrepubliken Pisa und Genua, die aufstrebende ligurische Stadt mit den korsischen Bistümern Mariana, Nebbio und Accia zu belehen. Genua neidet jedoch Pisa den Einfluss über Korsika und erobert 1187 Bonifacio und 1278 Calvi. 1284 werden die Pisaner in der Entscheidungsschlacht bei Meleria geschlagen. Bis 1729 bleiben die Genueser Alleinherrscher über Korsika.

Korsika im 18. Jahrhundert:
1729 bricht der Aufstand gegen Genua aus. 1736 geben sich die Korsen eine Verfassung und rufen den deutschen Abenteurer Theodor von Neuhoff zum König von Korsika aus. Er muss jedoch noch im selben Jahr die Insel verlassen. 1755 wird Pascal Paoli, der große korsische Freiheitsheld, zum General der korsischen Nation ausgerufen. Er macht aus Korsika einen unabhängigen Staat mit Corte als Hauptstadt. 1769 verkauft Genua seine Rechte auf Korsika an Frankreich. 1769 wird das korsische Heer geschlagen - Korsika wird französische Provinz.

Am 15. August 1769 wird in Ajaccio Napoleon Bonaparte geboren.

Im 2. Weltkrieg war es von 1942 bis 1943 von deutschen und italienischen Truppen besetzt.

Seit 1982 besitzt Korsika einen Sonderstatus, der eine beschränkte Autonomie vorsieht.

Kulinarisches


Zahlreiche italienische und französische Einflüsse doch in der typisch korsischen Küche spiegeln sich die Kräuter der Macchia wider (Thymian, Rosmarin, Fenchel, Majoran, Myrte, Basilikum, Minze und Wacholder). Sie ist bodenständig und deftig und egal ob Schinken, Käse, Olivenöl oder Wein, hinter jedem Berg herrscht ein anderes Aroma...
Die korsische Küche hat sich viele Eigenarten bewahrt und heute besonders wegen ihrer ausgezeichneten Naturküche Beachtung, die im Europa der Massentierhaltung und der industriell betriebenen Landwirtschaft selten geworden ist.

Zum großen Sortiment für die korsische Küche gehören Oliven und Olivenöl, Obst und Gemüse, Artischocken, grüner Spargel, Pilze, Mandeln, Avocados, Haselnüsse, Feigen, Zitrusfrüchte und allen voran Kastanien/Maroni.

Die echte korsische Küche findet man im Landesinneren. Man sollte Touristenlokale vermeiden, um in den Genuss eines richtig guten korsischen Essens zu kommen. Dies passiert meist in einfachen, aber gemütlichen Häusern, oft Familienbetriebe. Für die Korsen selbst ist Essen mehr eine Nahrungsaufnahme, als ein Vergnügen (Ausnahmen bestätigen die Regel), deshalb sind die Speisen oft "einfach". In den größeren Städten wird die korsische Küche für Touristen als Spezialität angeboten. An der Küste haben Pizzerien und die kontinentale französische Küche die korsischen Schmankerl verdrängt.

Der korsische Käse:
Ein reines Naturprodukt ist der berühmte korsische Schafs- und Ziegenkäse. Selbst Freunde pikanter Käsesorten können vom starken Duft und Geschmack dieser korsischen Käsespezialitäten noch überrascht werden. Doch auf der korsischen Käsetheke finden sich auch mildere Käsesorten. Bis vor wenigen Jahren wurde der größte Teil der korsischen Milch ins französische Roquefort-sur-Soulzon geliefert. Heute verarbeiten die Hirten die Milch mit wachsendem Erfolg wieder direkt auf der Insel.
Eine besondere Spezialität ist der Brocciu, ein milder Frischkäse, ein enger Verwandter des italienischen Ricotta. In erwärmter Molke wird die frische Milch solange erhitzt, bis sie zu flocken beginnt, dann wird sie abgeschöpft. Brocciu wird nicht nur mit Obst, Honig und Kräutern gegessen, es werden auch Ravioli und Cannelloni oder Zucchini mit dem Frischkäse gefüllt. Am häufigsten bekommt man ihn aber als Gebäck zum Nachtisch gereicht: Fritelle au brocciu (kleine Krapfen), Fiadoni (Käsekuchen) oder Falculelle (flacher Käsekuchen auf einem Kastanienblatt).

Charcuterie corse:
Neben Ziegen und Schafen werden auch freilebende, halbwilde Hausschweine, Kühe und Kälber zu schmackhaften Braten verarbeitet. All diese Tiere ernähren sich - teilweise auch an den Steilhängen der Insel - im wesentlichen von Kastanien, Bucheckern, Eicheln und Kräutern. Nur sehr selten werden sie zusätzlich gefüttert. So ist korsisches Fleisch erstklassiges Muskelfleisch, da die Tiere kein Fett ansetzen.
Die Charcuterie ist ein Produkt aus ausgezeichnetem Schweinefleisch. Zu einer "charcuterie corse" gehören Prisuttu (roher Schinken), Lonzu (Lachsschinken) und Coppa (Rollschinken). Figatelli sind kleine Würstchen aus feingeschnittener Schweineleber, die in Wein eingelegt, mit gepresstem Knoblauch und Pfeffer gewürzt und in Därme gefüllt wird. Figatelli werden roh, gebraten oder gegrillt verspeist.
Das Angebot erweitern Tauben, Enten, Rebhühner und Wachteln und oft steht auch außerhalb der Jagdsaison Wildschweinbraten auf der Speisekarte. Das liegt daran, dass hierfür verwilderte Hausschweine oder "gezähmte" Wildschweine verwendet werden.

Korsikas Fische:
Auf und rund um Korsika - diesem Gebirge im Meer - gibt es auch ein interessantes Fischangebot. In den Flüssen tummeln sich schmackhafte Forellen, in einigen Etangs werden köstliche Austern gezüchtet und besonders am Cap Corse und in Bonifacio werden Langusten gefangen. Meeresfische kommen nur zu einem kleinen Teil aus dem Mittelmeer wobei Dorade (Goldbrasse), Loup de Mer (Seewolf), Pagout (Rotbrasse), und Rouget (Meerbarbe) zu den beliebtesten Fä
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