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Presse 2011

11.10.2011

Jetzt neu ab Friedrichshafen: Nonstop in den ewigen Frühling

Ewiger Frühling und ein blühendes Blumenmeer, während bei uns Väterchen Frost und Frau Holle ihr winterliches Unwesen treiben: Das bietet Madeira, die Insel im Atlantischen Ozean. Reisespezialist Rhomberg, Experte in Sachen ausgewählter Urlaubsziele wie Madeira und Korsika, erweitert nun sein Programm. Neu sind in diesem Winter Madeira-Reisen mit Nonstop-Flügen ab Friedrichshafen. Ab Anfang November geht es mit der Fluggesellschaft Germania jeden Dienstag vom Bodensee zum Flughafen Santa Catarina in Santa Cruz im Osten der Insel. Dort herrschen dann frühlingshafte Temperaturen – ideal zum Wandern, Biken und Entspannen. Neu im Madeira-Programm von Rhomberg sind unter anderem geführte Busrundreisen für Gruppen ab vier Personen sowie maßgeschneiderte Mietwagen-Reisen. Der über 70 Seiten starke Spezialkatalog bietet eine Fülle von Urlaubsmöglichkeiten – von der Pension bis zum Luxushotel. Eine Madeira-Woche im Vier-Sterne-Hotel gibt es bereits ab 693 Euro pro Person mit Flug. Eigens zum legendären Blumenfest auf Madeira Mitte April legt der Vorarlberger Reisespezialist eine geführte Bus- und Wanderreise auf – ab 998 Euro pro Person und Woche. Auf Kurzentschlossene warten attraktive Frühbucher-Rabatte. 

Informationen und Buchungen: www.rhomberg-reisen.com, Tel. 0043-5572-22420-52


10.08.2011

Korsika für Kinder: Einer fliegt gratis!

Korsika ist auch eine Familieninsel: Denn die stressfreie Anreise und ein vielfältiges Angebot vor Ort machen die Insel immer interessanter für Eltern und Kinder. Schließlich erreicht man in nur einer Flugstunde die Mittelmeerinsel mit den vielen Gesichtern zwischen Bergen und Strand. Korsika-Spezialist Rhomberg Reisen startet nun eine Familienaktion. An den Abflugterminen 14./21./28.08. + 04./11./18./25.09. + 02.10.11 reist ein Kind (zwei bis einschließlich elf Jahre) mit zwei Erwachsenen gratis. Das Angebot gilt in einer Reihe ausgesuchter Ferienwohnungen, in denen die mitreisenden Eltern eine Urlaubswoche inklusive Flug, Hoteltransfer oder Mietwagen und Unterkunft bereits ab 498 Euro pro Person genießen können. Ein wahres Kinder-Ferienparadies ist auch das firmeneigene, autofreie Feriendorf „Zum Störrischen Esel“ in Calvi. Dazu gibt es attraktive Kinderpauschalen. So können Kids bis einschließlich elf Jahre bereits ab 355 Euro (Erwachsene ab 899) eine Ferienwoche im „Esel“ erleben. Im Preis inbegriffen sind der Flug, Transfer vor Ort, Unterkunft sowie eine ¾-Pension, bestehend aus Frühstück- und Abendbüfett und einem Mittagsangebot. Der Veranstalter fliegt im Vollcharter ab Wien, Salzburg und Memmingen einmal wöchentlich auf die Insel. Außerdem bietet er Nonstopflüge von Köln und Berlin. Neben dem Feriendorf wird eine große Zahl an Ferienwohnungen, -häusern, und Hotels angeboten.

Informationen und Buchungen: www.rhomberg-reisen.com, Tel. 0043-5572-22420-52 


29.06.2011

Das duftende Gebirge mitten im Meer - Mittelbayerische Zeitung

KORSIKA Die Balagne im Nordwesten der Mittelmeerinsel wuchert mit dem Natur-Pfund. Bergfreunde finden einsame Wanderwege und rassige Bike-Trails. VON STEFAN GRUBER, MZ

CALVI. Napoleon hatte recht, dieses Mal auf jeden Fall. "Man könnte mir die Augen verbinden, ich würde diese Insel trotzdem an ihrem Geruch erkennen", soll der Kaiser der Franzosen einmal über seine Heimat Korsika gesagt haben. In der Tat: Das unverkennbare Aroma der Natur steigt jedem sofort in die Nase. Die kräftige Myrthe liegt in der Luft, dazu der markante Duft von Immortelle und Lavendel, auch der Eukalyptus ist "unüberriechbar". Eukalyptus? "Der australische Baum wurde hier in der Balagne vor gut hundert Jahren angesiedelt", erklärt Wanderführerin Sabine Hepperle. Der Grund leuchtet ein. Der Eukalyptus entzieht dem Boden Wasser und vertreibt die Mücken. Die einstige Sumpflandschaft rund um das malerische Festungsstädtchen Calvi konnte so ohne große Eingriffe in die Landschaft trockengelegt werden, die früher allgegenwärtige Malaria ist hier längst kein Thema mehr.

50 Gipfel über 2000 Meter
Doch während andernorts derartigen Errungenschaften bald der zweifelhafte Segen des Massentourismus folgte, schafften es die Korsen, der Verlockung des Geldes zu widerstehen. Keine hässlichen Hotelburgen zieren die Küste im Nordwesten der Insel, das Landesinnere prägen bis heute verträumte Dörfer, in denen die freundlichen Bewohner den Anblick der ungewohnten Fremden noch mit einem freundlichen "Bonjour" quittieren. Die meisten Touristen kommen zu Fuß oder mit dem Rad. Als "Gebirge im Meer", wie Korsika auch gerne genannt wird, zieht die Insel vor allem Naturliebhaber an. Über 50 Gipfel ragen mehr als 2000 Meter hoch in den zartblauen Himmel. Wanderer, Bergsteiger, Kletterer und Mountainbiker finden in der Balagne ihr noch meist unberührtes Dorado, das für einen Nur-Strand-Urlaub viel zu schade ist.

Die winzigsten Ritzen im Fels, der mal in sanftem Rosé, mal in fahlem Grau und dann wieder in zartem Grün schimmert, genügen dem blauen Mauerpfeffer als Lebensraum. Wie ein engmaschig gewebter Teppich überziehen die kleinen Blumen das Gestein mit ihrer bunten Pracht. "Nicht nur deshalb ist das Fangotal eine der beliebtesten Wanderrouten hier in der Region um Calvi", sagt Sabine Hepperle. Die gelbvioletten Farbkleckse, die als offizielle Wegmarkierung alle paar hundert Meter auf die Felsen gemalt sind, weisen den Wanderern eine Strecke, die schon vor Jahrhunderten begangen wurde. Hirten trieben im Frühsommer ihre Schafe, Ziegen und Rinder von den Küstendörfern hinauf in fruchtbare Bergregionen.

An Abwechslung mangelt es auf der dreistündigen Tour nicht. Das kristallklare Wasser des Fango begleitet jeden Schritt mal sanft glucksend, mal mächtig rauschend, und lädt in sogenannten Gumpen (kleinen, natürlichen Bassins) auch zu einem erfrischenden Sprung ins gar nicht so kalte Nass ein. Für angenehme Kühle sorgen auch die Passagen durch die Macchie. Durch das grüne Dach aus Steineiche, Mastixstrauch, Erdbeerbaum und Brombeere findet kaum ein Sonnenstrahl auf den Weg, der sich wie ein Tunnel durch den bis zu fünf Meter hohen Strauchwald wühlt. Rund 2500 verschiedene Pflanzen beherbergt Korsika, die Hälfte davon finden nur hier ihren Lebensraum. Botaniker laufen da zur Höchstform auf.

Für Bergsteiger gilt Gleiches. Die kommen zumeist vom Kontinent. Die Korsen selbst haben wenig Sinn für den Gipelsturm, entsprechend ruhig geht es zu zwischen Belgodère und Coré. Erst seit der österreichische Alpenverein vor 51 Jahren mit dem Feriendorf "Zum Störrischen Esel" in Calvi einen "Stützpunkt" errichtet hat, ziehen Seilschaften hinauf zum Paglia Orba (2525 Meter), den die Einheimischen seiner Silhouette wegen auch gern das Matterhorn Korsikas nennen, oder zur A Muvrella (2148 m). Wer den knackigen Anstieg schafft, wird mit dem schönsten Blick auf die Bucht von Calvi belohnt. Nicht fehlen darf natürlich der Monte Cinto. Bis auf 2706 Meter schwingt sich der König der Inselberge in die Höhe und wartet mit reinrassigem hochalpinen Charakter auf.

Mit dem Bike zur Revellata
Wo Berge rufen, sind Mountainbiker nicht weit. In der Balagne ist die Auswahl der Routen riesig. Echte "Wadlbeißer" kommen ebenso auf ihre Kosten wie Sightseeing-Radler, die einfach entlang der grandiosen Steilküste in die Pedale treten wollen und im Abstand weniger Kilometer ihre Stopps einlegen, um zu den kuschligen Buchten hinunterzuklettern.

Wir haben uns für den Rundkurs zum Leuchtturm auf der Halbinsel Revellata entschieden. 22 Kilometer erscheinen übersichtlich, auch der Blick über den schmalen Landstreifen verspricht wenig Extreme. Aber ertäuscht. Schon wenige Kilometer hinter Calvi hängen die Zungen in den Speichen, nur mit bester Kondition lassen sich die Steilpassagen bewältigen. Wer die nicht hat, schiebt lieber. An der Kirche Madonna de la Serra ist ein Trink-Stopp angesagt, für den visuellen Kraftschub sorgt der Traumblick über die Bucht von Calvi. Mit Wanderern teilen wir uns nun den breiten Fahrweg hinaus zum Leuchtturm, auf dem Rückweg sind wir wieder allein. Ein atemberaubender Singletrail entlang der wilden Küste fordert höchste Aufmerksamkeit. Nur die Skipper der Edelyachten, die hier vor Anker liegen und lieber ungestört sein wollen, verfolgen uns mit wachsamem Auge. Die offene Nase hingegen erinnert uns wieder an Napoleon: Der Duft dieser Insel ist einfach unverkennbar.


21.06.2011

Frédéric Spinosi: Koch aus Liebe zu Korsika - Rhein Zeitung

Immer wenn die Touristen auf Korsika die Seele baumeln lassen, faul am Strand liegen, wandern oder einen der vielen Berge besteigen, hat sein Betrieb Hochkonjunktur: Frédéric Spinosi ist Koch in dem Restaurant "L'Auberge" in Galéria. Das Küstendorf mit seinen knapp 400 Einwohnern liegt rund 30 Kilometer von Calvi entfernt.

Spinosi ist ein echter Galérien. Geboren in Bastia, hat er dort fast sein ganzes Leben verbracht. Er war lediglich ein paar Jahre auf dem Festland als Sportlehrer in Marseille. "2002 habe ich dort mein Referendariat gemacht", erzählt er. Nach einiger Zeit im Schulbetrieb hat er es dann auf dem Kontinent nicht mehr ausgehalten. "Dieser Beruf war nicht mein Ding. Aber vor allem hatte ich Heimweh", berichtet er.

Der 34-Jährige zog die Konsequenzen, schmiss alles hin und schulte um zum Koch. Sein Restaurant ist eines von insgesamt sieben im Dorf. Doch die "L'Auberge" ist das Einzige, das das ganze Jahr über geöffnet hat. Während der Saison, vor allem im Sommer, genießen überwiegend Touristen seine korsische Küche. "70 Prozent sind Franzosen, aber es kommen auch viele Deutsche", erzählt Spinosi. "Der August ist der Monat der Italiener und der September der der Niederländer", fügt er hinzu. Im Winter kommen vor allem die Einheimischen in die "L'Auberge", um dort in geselliger Runde zu speisen. "Sie haben im Juli, August und September wenig Zeit, da sie ja arbeiten", berichtet Spinosi.

Für den Koch aus Leidenschaft, der nebenbei ein kleines Hotel führt, beginnt der Tag im Restaurant gegen 9 Uhr. Nach dem Putzen der Geräte werden die Einkaufsliste zusammengestellt, Salat und Tomaten gewaschen und Soßen vorbereitet. "Alles muss gut geplant sein, damit man während des Services nicht ins Schleudern kommt", erzählt Spinosi. Mittags speisen im Durchschnitt zwölf Gäste in der "L'Auberge", am Abend sind es um die 30. Das Restaurant hat sieben Tage in der Woche geöffnet. Je nachdem, wie viel los ist, endet Spinosis Arbeitstag zwischen 22.30 Uhr und Mitternacht.

"Es ist ein hartes Metier. Man muss viel zurückstecken, und es ist eine Menge Leidenschaft erforderlich. Aber ich liebe diesen Job. Mehr als den des Sportlehrers", sagt der 34-Jährige und fügt hinzu: "Ich mag es, die Menschen zufriedenzustellen, ihnen Genuss und Freude zu bereiten."

Dabei setzt Spinosi auf die einfache traditionelle korsische Küche. Es soll eben authentisch sein. Kalbsragout mit Oliven, Wildschwein oder Cannelloni mit Brocciu stehen zum Beispiel auf seiner Speisekarte. Brocciu ist ein korsischer Käse, der direkt aus Galéria kommt. "Je nach Saison haben wir auch ein entsprechendes Tagesgericht, zum Beispiel Seespinne", erzählt der 34-Jährige. Am liebsten kredenzt er seinen Gästen jedoch Muscheln in Weißwein mit Petersilie und Knoblauch. Die Muscheln kommen aus dem "Etang de Diana", einem Teich in der Nähe von Bastia. "Dieses Gericht ist einfach exzellent", schwärmt Spinosi.

Zwar kommen seine Zutaten zum Teil vom Kontinent – seine Bestellung gibt er in dem kleinen Supermarkt nebenan auf – , Spinosi arbeitet aber auch viel mit lokalen Produkten. Schließlich ist die Insel zum Beispiel bekannt für ihren Honig, insbesondere den Kastanienhonig, und die zahlreichen Olivenbäume. Unter ihnen wird zur Erntezeit ein Netz gespannt, denn die Korsen schütteln die Bäume nicht, sondern warten, bis die Oliven herunterfallen, um sie einzusammeln. Auch das Fleisch, das Spinosi seinen Gästen serviert, kommt aus Korsika. Gleiches gilt für Klementinen oder auch Tomaten, Zucchini oder Salat, die sogar direkt aus Galéria, sozusagen aus Nachbars Garten, stammen. "Die Einwohner verkaufen einen Teil ihres Obstes und Gemüses an die Gastronomen, um sich auf diese Weise ein Zubrot zu verdienen", berichtet Spinosi. Seine Gäste wissen diese Frische zuschätzen. Unter ihnen befinden sich viele Wanderer, denn sein kleines Restaurant liegt in der Nähe des Wanderwegs mit dem korsischen Namen "Tra mare e monti", was auf Deutsch übersetzt "Zwischen Meer und Gebirge" bedeutet. "Dieser Weg ist sehr stark frequentiert", erzählt Spinosi. Meist haben die Touristen schon eine gehörige Strecke hinter sich oder sogar schon den einen oder anderen Gipfel erklommen. Mehr als 50 unter ihnen sind höher als 2000 Meter. Deshalb wird Korsika neben "Insel der Schönheit" auch "Gebirge im Meer" genannt. Ganze 2706 Meter misst der Monte Cinto, der höchste Berg der Insel.

Der Col de Marsolino, 443 Meter hoch, trennt die obere, fruchtig bewachsene Balagne (so nennt sich die Region) von der kargeren unteren Balagne. Gerade in dem üppig bewachsenen Gebiet steigen dem Wanderer auf seiner Tour viele Düfte in die Nase, die den Appetit anregen dürften. In der Maquis gibt es rund 2500 Pflanzen, darunter zum Beispiel den Erdbeerbaum, die Myrte, Zistrose, Erika, Brombeere, Steineiche und Mastix. Besonders markant riechen die Immortelle und der Thymian. Und so sagte schon Napoléon seinerzeit: "Man könnte mir die Augen verbinden. Ich könnte Korsika am Duft erkennen."

Appetit macht zudem neben einer Wanderung entlang des Flusses Fango in einer wildromantischen Umgebung auch eine Kanufahrt im Delta des Flusses, das fußläufig nur eine Viertelstunde von der "L'Auberge" entfernt ist. Während einer etwa einstündigen Tour können die Paddler dort in einem ökologischen Schutzgebiet zum Beispiel Schildkröten oder Nattern beobachten oder die weißen Seerosen bestaunen.

Erbringt er jedes Jahr seinen Urlaub im Ausland, Korsika aber, so sagt er mit Nachdruck, werde er niemals mehr verlassen. "Das sind meine Wurzeln. Mein Leben ist hier. Und hier will ich bis zum Ende meiner Tage bleiben", bekräftigt er und fügt hinzu: "Und ich möchte, dass hier meine Kinder aufwachsen.".


18.06.2011

Wo im Winter Blumen blühen:Rhomberg bietet mehr Madeira
Reisespezialist erweitert Angebot auf der Atlantik-Insel!

Meer und Strand genießen, wandern, biken und spazieren: Wer dies ab sofort bei frühlingshaften Temperaturen tun will, während andere die Winterreifen montieren, der kann Väterchen Frost und Frau Holle ein Schnippchen schlagen – und nach Madeira fliegen. Auf der Blumen-Insel im Atlantischen Ozean hat der Reisespezialist Rhomberg, Experte in Sachen ausgewählter Urlaubsziele wie Madeira und Korsika, nun sein Programm erweitert. Ab sofort sind die neuen Madeira-Reisen online buchbar. Zu den Neuheiten des abwechslungsreichen Programms zählen unter anderem die Reisekombination Madeira und Porto Santo, die Natur und städtisches Leben auf Madeira mit kilometerlangen Stränden auf der Schwesterinsel Porto Santo verbindet (eine Woche mit Flug ab 870 Euro pro Person). Neben dem umfangreichen Hotelangebot gibt es nun auch erstmals Studios und Appartements in Funchal. Neu sind in diesem Winter Madeira-Reisen mit Nonstop-Flügen ab Memmingen. Ab 6. November geht es mit der Fluggesellschaft Germania jeden Dienstag vom Allgäu Airport nach Funchal, der Inselhauptstadt. Geflogen wird wöchentlich auch ab München, Nürnberg, Düsseldorf, Berlin Tegel sowie täglich von zahlreichen Flughäfen via Lissabon. Eine Madeira-Woche im Vier-Sterne-Hotel gibt es bereits ab 732 Euro pro Person mit Flug. Eigens zum legendären Blumenfest auf Madeira im Mai legt der Vorarlberger Reisespezialist eine geführte Bus- und Wanderreise auf – ab 958 Euro pro Person und Woche.


18.06.2011

Ein hauchzarter Duft nach Thymian und Myrte - OÖ Nachrichten 

KORSIKA. Diese Insel hat viele Gesichter und ist kein Ziel für Touristen, denen es genügt, einen reinen Badeurlaub zu verbringen. Korsika sollte man sich Stück für Stück erarbeiten, erspüren und einatmen, etwa auf einer Tour abseits der Strände.

O soleminix, korsischer Sippenhäuptling aus "Asterix auf Korsika", ist uns um eine Nasenlänge voraus: "Dieser hauchzarte Duft nach Thymian und Mandeln, Feigen und Kastanien … und dieser Hauch von Kiefer, diese leichte Andeutung von Beifuß, diese Ahnung von Rosmarin und Lavendel … ach, meine Freunde, dieser Duft! Das ist Korsika!" Beim Lesen des Asterix-Bandes dachten wir wie Obelix: Die spinnen, die Korsen …

Wir haben bei der Ankunft am Flughafen bei Calvi die kerosingeschwängerte Luft in der Nase, als wir uns in ein Mietauto setzen und das gebirgige Landesinnere ansteuern. Über tiefe Schluchten und grüne, bewucherte Täler steigt unser Wagen bergan. Wir halten in einer Kehre und blicken auf die an Berghängen klebenden, düster wirkenden Bergdörfer. Tatsächlich, da ist er – dieser Duft! Da soll einer sagen, dass Comics sich nicht als Reiseführer eignen!

Das Parfüm der Insel heißt Macchia (italienisch) oder "Maquis" (französisch). Es stammt vom undurchdringlichen Pflanzenteppich aus Myrte, Wacholder, Ginster, Mastixstrauch, Thymian, Lavendel und anderen Kräutern und Gewächsen. Dieser korsische Sträucherdschungel überzieht die halbe Insel. Uns umgeben blühende Zistrosen und Ginster. Es duftet unnachahmlich.

Früher stand Macchia auch als Name für den korsischen Widerstand, denn oft versteckten sich politisch Verfolgte im Dickicht. Man kommt nicht umhin zu vermuten, dass so manche Separatisten noch heute in der Macchia Unterschlupf finden. Gerade im Landesinneren, so wird erzählt, heften sich nationalistische Hitzköpfe noch immer den Kampf für die Eigenständigkeit Korsikas auf ihre Fahnen, obwohl die große Mehrheit der Bevölkerung keine Sympathien für diese Eigenbrötler hege. Keine Angst: Touristen bleiben davon völlig unbehelligt, sie brauchen nicht um ihre Sicherheit bangen, was wir ebenfalls nicht tun.

Wie es scheint, unterliegen korsische Dörfer keiner Schwerkraft, sondern schweben gleichsam zwischen Himmel und Erde. Waghalsig von den Bergrücken überhängend, einsam in tiefsten Buschwald gebettet, wachsen Häuser aus Stein und Schiefer in die Höhe. Venaco, südlich von Corte gelegen, ist eines dieser Bergdörfer. Wir übernachten im "U Palazzo", einem kleinen, familiär geführten Hotel, dessen Jahrhunderte alte Steinmauernden Gast beherbergen.

Das Herz Korsikas
Doch unser eigentliches Etappenziel ist Corte. Die Festungsstadt mit der Zitadelle auf dem Felsspitz ist nicht nur der geografische Mittelpunkt der Insel, sondern für viele bis heute die heimliche Hauptstadt eines unabhängigen Korsikas. Der wichtigste Nationalheld, Pasquale Paoli, scheint hier allgegenwärtig. Er ernannte Corte 1755 zur Hauptstadt und regierte von hier aus 14 Jahre die Insel. Auf uns mag die ausgeprägte Schwäche der Korsen für ihre mehr oder weniger großen Helden, Generäle und Patrioten, die sie verklären, befremdlich wirken. Doch dieser Pasquale Paoli war tatsächlich eine herausragende, humanistisch gebildete Persönlichkeit, die es verdient hat, "Vater des Vaterlandes" (auf Korsisch "Babbu di apatria") genannt zu werden. Er kämpfte gegen die Genueser und für die Unabhängigkeit Korsikas, arbeitete eine korsische Verfassung aus (Teile davon flossen sogar in die amerikanische Verfassung ein), förderte Schulen und gründete eine freie Zeitung. Die einzige Universität Korsikas in Corte geht ebenfalls auf Paoli zurück.

Allerdings verlor Paoli 1769 die entscheidende Schlacht von Ponte Nuovo gegen Frankreich und floh ins Exil nach London. Diese verlorene Schlacht war in Korsikas Geschichte eine von vielen. Doch die "Insel der Schönheit" wurde zwar häufig erobert, aber nie in die Knie gezwungen.

Im Bann der Freiheit
Uns zieht es die Stufen hinauf in die Oberstadt von Corte mit ihren engen, romantischen Gassen. Aus einem Restaurant wehen glutvolle Klänge korsischer Musik herüber. Wir gehen zum Aussichtsplatz unterhalb der Festungstürme und blicken über die Stadt, die am Zusammenfluss zweier Flüsse liegt. Im Abendsonnenlicht kreisen über uns Tausende Schwalben, die den Mücken nachjagen und Fangen spielen.

Wir erklimmen die Zitadelle. Auf einer der Mauern prangt ein aufgesprühter Aufruf: "Libertà per i patrioti Corsi"– Freiheit den korsischen Patrioten. Derartigen rebellischen Zeichen des Widerstands der Korsen gegen staatliche Bevormundung und des Freiheitsdranges werden wir auf unserer Reise durch die Insel noch häufig begegnen. Ein korsisches National- und Freiheitssymbol begleitet einem sowieso auf Schritt und Tritt: der schwarze Maurenkopf mit krausem Haar, Ohrring und weißem Stirnband.

Auf den engen Straßen von Cortes Unterstadt herrscht reger Verkehr – und schon werden wir um eine Erfahrung reicher: Denn Korsen parken liebend gerne auch in zweiter Spur. Ohne es zu wissen, reihen wir uns hinter ein abgestelltes Auto ein und müssen dann nach einer Pause der Verwunderung wieder ausscheren. Nicht selten halten zwei einander entgegenkommende Autofahrer auf einen kleinen Tratsch an – der Verkehr steht still. Jetzt nur nicht ungeduldig werden und hupen! Das kommt bei den Korsen nicht gut an.

Apropos Autofahren: Korsen sind Raser, auch in schlecht einsehbaren Kurven. Wir sahen viele ausgebrannte Autowracks am Straßenrand, was beweist, dass nicht alle Korsen geschickte und vor allem unfallfreie Autolenker sind. Da Korsika sehr gebirgig ist – eine Bergkette mit mehr als 50 Zweitausendern durchzieht die Insel – ist das Autofahren in Hochtälern abseits der Hauptrouten nichts für Zartbesaitete. Hier geht’s nicht nur kurvenreich zu, sondern es wird auch richtig eng. Leitplanken existieren nicht. Wenn sich kaum zwei Meter breite Viadukte ohne Seitenbegrenzung über tief eingeschnittene Täler schwingen oder man sich nach der Umkurvung eines Felsens unvermittelt mit Gegenverkehr konfrontiert sieht und es neben der Straße hundert Meter in die Tiefe geht, können die Nerven der Autofahrer schon einmal blank liegen.

Napoleons Stadt
Nach der heimlichen Hauptstadt unternehmen wir eine Tour in die echte Metropole des südlichen Teiles der Insel: Ajaccio, die Geburtsstadt Napoleon Bonapartes. Den Stolz der Korsen auf den berühmtesten Sohn der Stadt, der sich zum Kaiser Frankreichs krönte und die Herrschaft über ganz Europa anstrebte, bekommt der Besucher überall zu spüren. Kaum eine Straßenecke ohne Napoleon, ob beim Namen eines Cafés, im Souvenir-Shop oder bei Denkmälern.

Uns treibt es weiter in Richtung Süden in die wohl "korsischste aller korsischen Städte", Sartène. Hier verspürt man ein ganz ei genes Flair in den engen, düsteren Gassen des sich an den Berg schmiegenden Ortes. Sartène ist berühmt für seine alljährlich am Karfreitag stattfindenden Bußprozessionen: Ein Büßer, verborgen unter roter Kutte, schleppt barfuß eine 14 Kilo schwere Eisenkette und ein dreißig Kilo schweres Holzkreuz durch die Straßen. "Viele wollen Büßer sein, es gibt eine lange Warteliste", erzählt uns eine Führerin. Niemandkenne die Identität des "Großen Büßers", nicht einmal die eigene Mutter des Auserwählten wisse davon. Ist die Bergkette überwunden, geht es kurvig abwärts bis zur Südspitze der Insel, nach Bonifacio. Allein die Lage der Stadt fasziniert: Sie thront hoch auf einer 1,5 Kilometer langen und 150 Meter schmalen Halbinsel, deren Kalksteinwände 60 Meter steil ins Meer fallen. Die Unterstadt besteht aus dem Hafen mit Bars und Hotels, während sich der historische Altstadtkern – wieder einmal – in der Oberstadt befindet. Hier gehen die Häuser meist in direkter Linie in die senkrecht abfallenden Felswände über. Beim Spaziergang durch die Oberstadt eröffnen sich interessante Perspektiven. Wir blicken auf bizarre Kreidefelsen, lugen in uralte Bogengänge, wandeln entlang steinalter Häuser, die sich, aneinander geschmiegt, seit Jahrhunderten Schutz geben. Unzählige Generationen sind die waghalsig steilen, abgetretenen Haustreppen emporgestiegen. Uns beschleicht das Gefühl, dass sich hier im Wohnumfeld der Bewohner seit Jahrhunderten nichts Wesentliches verändert hat, abgesehen davon, dass heute Menschen hie und da mit einem Laptop auf den abgenutzten Steinstufen vor dem Haus sitzen.

Das Geheimnis der Höhe
Umso mehr freuen wir uns auf den modernen Wohnkomfort, der im Hotel Costa Salina in Porto Vecchio auf uns wartet. Im beliebten Tourismusort reihen sich in der Unterstadt viele Bars und Restaurants aneinander. Wer in die historische Altstadt will, muss – das Muster kennen wir bereits – nach oben steigen. Eine Reiseleiterin erklärt uns, warum die Orte so angelegt wurden: "Es ging nicht allein um Schutz vor Feindesangriffen. Die unteren Gebiete waren sumpfig und die Malaria ging um. In den Höhen ist hingegen kein Lebensraum für die Malaria-Mücken. Später wurden Eukalyptus-Bäume gepflanzt, die dem Boden das Wasser entzogen und die Sümpfe trocken legten."

Wir durchqueren die Insel, um nach Nordwesten in die Küstenstadt Calvi zu gelangen. Reiseleiterin Heide vom Feriendorf Zum Störrischen Esel, eine Vorarlbergerin, begrüßt uns und nimmt uns auf einen Rundgang mit. Sie führt uns zum auf einem Felssporn über dem Mittelmeer thronenden Zitadellenviertel. "Die Korsen sind überzeugt, dass Christoph Kolumbus hier geboren wurde", erzählt sie. "Denn der Seefahrer und Entdecker Amerikas war Genueser und Calvi gehörte zu dessen Geburt im Jahr 1441 zu Genua." Also haben sich die Korsen einen weiteren Helden einverleibt. Möge ihr Mythos leben.

"Pace e salute!" Mit diesem korsischen Trinkspruch, zu Deutsch "Friede und Gesundheit", heißt uns Feriendorfleiter Michael willkommen. Wir stoßen mit einem Glas Rosé an. In den nächsten zwei Tagen hat das Feriendorf-Team herrliche Wander- und Radausflüge für uns organisiert. Wir lernen so die Balagne, das reizvolle Hinterland von Calvi, kennen. Mit ihren fruchtbaren Höhenzügen wird sie auch "Garten Korsikas" genannt. Wir spazieren, von uralten Steinmauern gesäumt, entlang des Fango durch die Macchia bis Tuarelli, baden in den glasklaren Süßwassergumpen, deren Wassertemperatur – im Gegensatz zu den österreichischen – angenehm warm ist. Die Granitfelsen, die das Flussbett umrahmen, wechseln die Farbe von grünlich bis lachsfarben. Im Biosphärenreservat des Fango-Deltas steigen wir in Kanus und paddeln in die wildromantischen Flussarme auf der Suche nach Wasserschildkröten (die sich aber leider nicht blicken lassen)

Unser Radbegleiter Stefan hat eine relativ leicht zu bewältigende Radtour für uns zusammengestellt, die uns die Schönheit der Gebirgshöhen und das Flair der kleinen Bergdörfer wie Speloncato und Belgodére genießen lässt. Kurven und rasante Abfahrten verlangen uns dennoch höchste Aufmerksamkeit ab.

Herzhafte Küche
In einem kleinen korsischen Restaurant lassen wir uns würzig-zarte Cannelloni gefüllt mit "Brocciu", einem milden Frischkäse aus Schaf- und Ziegenmilch, auftischen. Wir kosten auch ein herzhaftes Lammgericht, danach einen Likör aus Macchia-Kräutern. Und wieder einmal haben wir in der Nase diesen betörenden Duft.

In einem kleinen Laden kaufen wir ein Leinensäckchen, gefüllt mit getrockneten Kräutern der Macchia, die zu Hause unsere Grillspeisen veredeln werden. Wenn der duftende Inhalt aufgebraucht ist, werden wir aus Korsika persönlich Nachschub holen …


15.06.2011

Korsika-Knüller auch im Juli

Marktführer Rhomberg: Sondertarife für Kinder Das Reisefieber steigt! Hoch im Kurs steht heuer Korsika. In rund einer Flugstunde erreicht man die Mittelmeerinsel mit den vielen Gesichtern zwischen Bergen und Strand. Der Korsika-Spezialist Rhomberg Reisen kann trotz steigender Nachfrage auch für Juli noch einige Korsika-Knüller bieten: So zum Beispiel eine Woche in einer Ferienwohnung mit Nonstop-Flug ab Wien oder Salzburg und Mietwagen bereits ab 698 Euro pro Person. Kinder bis einschließlich elf Jahre reisen zum Kids-Tarif von 195 Euro. Auch im firmeneigenen Ferienclub „Zum Störrischen Esel“ sind noch Plätze frei im Juli. Eine Erwachsener bezahlt hier für eine Woche mit Flügen und umfangreichem Frühstücks- und Abendbuffet sowie einer Mittagsjause 907 Euro (Kinder bis elf Jahre 363 Euro)

Informationen und Buchungen: www.rhomberg-reisen.com, Tel. 0043-5572-22420-52


15.04.2011

Am 1. Mai beginnt die Korsika-Saison

Jetzt noch größeres Angebot von Rhomberg Reisen – Mit FlyNIKI und Airbus A 320 nonstop nach Calvi Am 1. Mai beginnt die Korsika-Saison! Denn der Korsika-Spezialist und -Marktführer Rhomberg Reisen startet wieder mit seinem Vollcharter. Und das mit einer Premiere: Denn erstmals ist ein Airbus der österreichischen Fluggesellschaft FlyNIKI für Rhomberg ab den Flughäfen Wien, Salzburg und Memmingen in Bayern im Einsatz. Bis Anfang Oktober gelangen so Urlauber an jedem Sonntag nonstop in nur einer Flugstunde auf die beliebte Insel im Mittelmeer. Fast 13.000 Fluggäste können in diesem Sommer ab Wien, Salzburg und Memmingen nach Korsika fliegen. Denn der Reiseveranstalter aus dem österreichischen Dornbirn hat heuer seine Flugkapazität erweitert. Der von Rhomberg bei FlyNIKI gecharterte Airbus A 320 verfügt über 180 Sitzplätze und kann sowohl im Rahmen einer Rhomberg-Reise als auch als Soloflug (ab 283 Euro hin und zurück) gebucht werden. „Wir sind mit der bisherigen Buchungslage sehr zufrieden“, berichtet Rhomberg-Geschäftsführer Stefan Müller. Der eigene Rhomberg-Charter habe sich bei den Gästen aus Österreich, der Schweiz und Süddeutschland bestens etabliert. Gratis-Busse bringen Rhomberg-Gäste ab Vorarlberg nach Memmingen sowie ab Linz und Innsbruck nach Salzburg. Obendrein kommen Reisende, die mit dem eigenen Pkw anreisen, am Flughafen in den Genuss ermäßigter Parktarife. An Bord der FlyNIKI-Maschinen erhalten die Gäste kostenlos sowohl einen Snack als auch alkoholfreie Getränke. 20 Kilogramm Reisegepäck sowie bis zu sechs Kilogramm Handgepäck sind im Preis enthalten. Auf Korsika erwartet die Urlauber eine große Auswahl - Hotels, Ferienwohnungen, Mietwagentouren und geführte Rundreisen. Beliebt ist der firmeneigene Ferienclub „Zum Störrischen Esel“ (eine Woche ab 699 Euro pro Person mit erweiterter Halbpension) in Calvi – nur zehn Minuten Transferzeit vom Flughafen entfernt. Rhomberg bietet auch Spezialprogramme und -Kataloge für Madeira und die Azoren, Island und Norwegen und die Ionischen Inseln in Griechenland sowie exklusiv im Internet buchbare Reisen nach La Palma und La Réunion.

Informationen und Buchungen: www.rhomberg-reisen.com, Tel. 0043-5572-22420-53

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