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18. Dezember

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Annika, Product Manager, erzählt eine schwedische Weihnachtsgeschichte aus ihrer Kindheit

Als ich morgens aus dem Fenster blickte, spürte ich zum ersten Mal wieder diese wohlige Ruhe. Über Nacht war sehr viel Schnee gefallen und die tiefstehende Sonne zauberte ein Funkeln auf diese Schneedecke. Es war also wieder soweit: Weihnachten in Schweden. 

Mein Bruder und ich spielten am Weihnachtstag immer draußen im Schnee. Gemeinsam mit den Nachbarskindern bauten wir Schneemänner und rodelten unermüdlich über den kleinen Hang neben unserem Haus. Währenddessen bereiteten die Erwachsenen etwas hektisch, aber sehr zufrieden alles für das gemeinsame Fest vor.

Am frühen Nachmittag, als es zu dämmern begann, wurde meinem Bruder und mir noch zusätzliche Pullover angezogen – den unser Vater sollte uns mit dem „sparkstötting“ zu den Großeltern fahren. Auf dem Schlitten zu sitzen war sehr kalt, aber wir versuchten, uns gegenseitig zu wärmen.
Unser Vater stand hinten auf den Kufen und fuhr uns festen Tritts durch die flache Landschaft. Schon von weitem konnten wir bald das übervoll mit Lichtern geschmückte Haus der Großeltern sehen. Drinnen brannten überall Kerzen, und alle Cousinen waren schon da. 

Nun ließ der „jultomte“, der schwedische Weihnachtsmann, nicht lang auf sich warten. Anders als in Amerika, besucht in Schweden die Familien ein kleiner, drahtiger, grauhaariger Gnom. Er bringt schöne Geschenke für Kinder und ihre Eltern, dafür erwartet er sich als kleine Gabe einen Teller voll „Gröt“. Gröt ist ein Haferbrei, der frisch zubereitet vor die Haustür gestellt wird, damit der „jultomte“ gestärkt zu den anderen Familien reisen kann. 

Ich erinnere mich gerne an diese vielen schönen Momente zurück, die für mich als Kind so ganz besonders waren.
Und auch heute noch feiern wir manches Jahr in Schweden, die Traditionen in der Familie haben sich kaum geändert.  
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