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03. Dezember

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Daniela, Group Travel Manager, hat einen besinnlichen Text zum 1. Adventssonntag rausgesucht.
Lehn' dich mit einer Tasse Tee zurück und lass' die Worte auf dich wirken.

DIE VIER KERZEN

Vier Kerzen brannten am Adventkranz. Es war ganz still. 
So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. 

Die erste Kerze seufzte und sagte: 
,,Ich heiße Frieden. Aber mein Licht ist zu schwach. 
Die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht." 
Das zaghafte Flämmchen flackerte noch einmal auf und erlosch
schließlich ganz. 

Daraufhin sagte die zweite Kerze: ,,Ich heiße Glauben.
Aber ich komme mir völlig überflüssig vor. 
Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. 
Es hat gar keinen Sinn mehr, dass ich noch brenne." 
Ein eisiger Luftzug wehte durch den Raum,
und auch die zweite Kerze erlosch.

Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: 
„Ich heiße Liebe. Auch mir fehlt die Kraft zu brennen.
Die Menschen achten nicht mehr auf mich. 
Sie sehen nur sich selbst und finden nicht zueinander." 
Und mit einem letzten Aufflammen war auch dieses Licht 
zum glimmenden Docht verlöscht.
Da kam ein Kind in das Zimmer. 
Es schaute die dunklen Kerzen an 
und sagte verwundert: ,,Aber, warum brennt ihr nicht?“ 

Da meldete sich die vierte Kerze. Sie sagte: 
,,Hab keine Sorge! Solange ich noch brenne, 
kannst Du auch die anderen Kerzen immer wieder von
Neuem entzünden. Ich heiße nämlich Hoffnung!
Und mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von
dieser Kerze und gab es an die anderen weiter – 
an den Frieden, den Glauben und die Liebe."
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