
Das Land, das Goethe mit der Seele suchte und für das Lord Byron sein Leben gab, ist eines der schönsten und abwechslungsreichsten Europas. Wer es durchquert, erlebt keine Stunde, in der nicht zumindest in der Ferne hohe Berge aufsteigen. Griechenland wird von endlos scheinenden Gebirgsketten durchzogen, von denen viele über 2000 m hoch sind. Einige Berge sind eng mit der Mythologie verwoben. Auf dem Olymp (2917 m) hielten Zeus und die anderen elf olympischen Götter bei Nektar und Ambrosia ihre Versammlungen ab und an den Hängen des Parnass (2458 m) tummelte sich der Wein- und Fruchtbarkeitsgott Dionysos mit seinem ausgelassenen Gefolge. Heute laufen die Griechen in den Gebirgen im Winter Ski und im Sommer sind die Berglandschaften Ziel für Wanderer und ruhesuchende Feriengäste.
Immer wieder durchbrochen wird die Bergwelt von grandiosen Schluchten oder kleinen und großen Ebenen, in denen Getreide, Baumwolle und Tabak wachsen. Im Norden sind die Flussmündungen wichtige Vogelparadiese. Griechenlands Küsten sind über 15000 km lang, 4000 davon entfallen auf das Festland. Unzugängliche Steilküsten wechseln mit langen Sand- und Kiesstreifen ab, an denen sich buntes Badeleben entfaltet. Von den meisten dieser Strände aus sind wiederum die Berge zu sehen. Man fühlt sich oft am Meer und im Gebirge zugleich.
Ein Fünftel Griechenlands machen seine Inseln aus. Fast einhundert sind ständig bewohnt. Auf Kreta, der größten Insel, lebt eine halbe Million Menschen - auf den kleinsten sind es noch nicht einmal einhundert. Auch wer seinen Urlaub auf dem griechischen Festland geplant hat, kann einige Inseln besuchen. Nach Léfkas und Euböa führen Brücken, andere, wie Ägina, Póros und Hydra, sind bequem auf Tagestouren zu erreichen.